Nachfolge
Nachfolge aus den eigenen Reihen: Wie Inhaber ihre Firma ans Kader übergeben
SwissOwners · 04.11.2026
Ein Rückblick auf die schrittweise Übergabe von Adriano Agostis Firmen ans Management zeigt, wie ein Management-Buyout gelingen kann. Dazu kommen Führungswechsel und politische Signale für Inhaber, die länger arbeiten.
Bei der Nachfolge denken viele Inhaberinnen und Inhaber zuerst an externe Käufer. Ein Beitrag von Moneycab zeigt einen anderen Weg. Adriano Agosti übergab seine Firmen dem eigenen Management. Das Eigentum ging über mehrere Jahre schrittweise an das Kader über. 1995 war die Übergabe abgeschlossen.
Schrittweise statt auf einen Schlag
Ein Management-Buyout hat klare Vorteile. Das Kader kennt Kunden, Mitarbeitende und Abläufe. Die Kultur bleibt erhalten. Die grösste Hürde ist meist die Finanzierung, denn Kaderleute verfügen selten über genug eigenes Kapital für einen Kauf auf einen Schlag.
Eine gestaffelte Übergabe kann hier helfen. Die Käufer erwerben die Anteile in Tranchen und finanzieren spätere Schritte teilweise aus dem laufenden Geschäft. Der Verkäufer bleibt eine Zeit lang beteiligt und kann Wissen weitergeben. Allerdings braucht es klare Regeln:
- eine nachvollziehbare Bewertung für jede Tranche
- einen verbindlichen Zeitplan für den Übergang
- Regeln für Stimmrechte und Entscheide in der Übergangszeit
- eine Lösung für den Fall, dass ein Käufer ausscheidet
Führung und Eigentum getrennt denken
Nachfolge betrifft nicht nur das Eigentum. Bei der Mosterei Möhl gibt es einen neuen Geschäftsführer, wie Der Schweizer Bauer meldet. Bei Bindella übernimmt Lorenz Huser die Leitung der Gastronomie (htr.ch). Ob damit Eigentumsfragen verbunden sind, geht aus den Meldungen nicht hervor.
Für Inhaber ist die Unterscheidung wichtig. Die operative Führung kann früher wechseln als das Eigentum. So lässt sich prüfen, ob eine neue Leitung trägt, bevor Anteile übergehen. Der Verwaltungsrat spielt in dieser Phase eine zentrale Rolle.
Länger arbeiten nach der Pensionierung
Politisch gibt es ein Signal für ältere Unternehmer. Laut Moneycab hat eine parlamentarische Initiative von Nationalrätin Daniela Schneeberger eine weitere Hürde genommen. Wer nach der Pensionierung weiterarbeitet, soll steuerlich entlastet werden. Noch ist das Geschäft nicht abgeschlossen. Für schrittweise Übergaben, bei denen der Inhaber beratend oder im Verwaltungsrat bleibt, lohnt es sich aber, die Entwicklung zu verfolgen und mit Fachleuten zu besprechen.
Wer eine Übergabe ans Kader oder an Dritte plant, findet auf SwissOwners Fachleute für Bewertung, Finanzierung und Begleitung: Partner finden.
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und stützt sich auf die verlinkten Meldungen.