Startups und Finanzierung
Eigenkapital, Darlehen, Förderkredit – wie Schweizer Startups Wachstum finanzieren
SwissOwners · 30.10.2026
Equity-Runde, Term Loan, Förderdarlehen und strategische Aktionäre: Aktuelle Meldungen zeigen, wie unterschiedlich Schweizer Jungfirmen ihr Kapital aufnehmen und was das für Gründer und KMU bedeutet.
Wer an Startup-Finanzierung denkt, denkt meist an Risikokapital. Die Meldungen dieser Woche zeigen ein breiteres Bild. Neben klassischen Eigenkapitalrunden finanzieren sich Schweizer Jungfirmen auch über Fremdkapital, Förderdarlehen und Beteiligungen von Branchenpartnern. Jede Form hat ihre eigene Logik.
Eigenkapital für den Schritt in die Industrie
Das Deep-Tech-Unternehmen Sonexos hat CHF 5 Mio. an neuem Eigenkapital aufgenommen, wie Startupticker berichtet. Das Geld soll den Übergang von Prototypen zu qualifizierten Industrieprodukten tragen. Diese Phase ist typisch für Eigenkapital: Die Umsätze sind noch unsicher, das Risiko ist hoch. Investoren tragen dieses Risiko mit und erhalten dafür Anteile.
Fremdkapital und Förderdarlehen
Einen anderen Weg geht Distalmotion. Das Medtech-Unternehmen hat laut Startupticker eine besicherte Kreditfazilität von bis zu USD 70 Mio. mit Perceptive Advisors vereinbart, um die Expansion in den USA voranzutreiben. Ein solches Darlehen verwässert die bestehenden Aktionäre nicht. Es setzt aber planbare Mittelflüsse voraus, denn Zinsen und Rückzahlung sind geschuldet.
In der Frühphase spielen Förderinstrumente eine Rolle. Die Foundation for Innovation and Technology (FIT) unterstützt drei Startups mit Tech-Seed-Darlehen, darunter Biodelphis Therapeutics und PolaSight mit je CHF 100'000 (Startupticker). Das Medtech-Startup CHD erhielt CHF 150'000 von Venture Kick (Startupticker). Solche Mittel überbrücken oft die Zeit bis zur ersten grösseren Runde.
Strategische Aktionäre aus der Branche
Beim Zürcher Startup JIVITA beteiligt sich nach der EGK Gesundheitskasse nun auch Hirslanden als Aktionärin (Startupticker). Ein Branchenpartner bringt neben Kapital oft Marktzugang und Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig sollten Gründer prüfen, wie sich ein solcher Aktionär auf spätere Partner oder Käufer auswirkt.
Für KMU und Gründer lassen sich daraus einige Fragen ableiten:
- Wie hoch ist das Risiko der nächsten Phase, und wer soll es tragen?
- Sind die Mittelflüsse stabil genug für Zins und Rückzahlung?
- Gibt es Förderinstrumente, die Zeit bis zur nächsten Runde verschaffen?
- Bringt ein Investor neben Geld auch Know-how oder Kunden?
Oft ist eine Kombination sinnvoll. Wichtig ist, die Folgen für Kontrolle, Bewertung und künftige Runden früh zu durchdenken und bei Bedarf Fachleute beizuziehen.
Auf SwissOwners können KMU und Startups ihr Kapitalgesuch erfassen und mit Investoren in Kontakt treten. Mehr dazu unter Eigenkapital für die eigene Firma finden.
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und stützt sich auf die verlinkten Meldungen.